April 2002 (DNN)
Eigentümer dafür, Angler verweisen auf Prachverträge.
Die geplante Wasserskianlage in Leuben bleibt in der Diskussion. Einerseits haben die Eigentümer der Kiesgrube das Projekt von Investor Martin Riedel ausdrücklich begrüßt, andererseits protestiert der Anglerverband verhement gegen das Vorhaben und verweißt auf gültige Pachtverträge.
"Seit es die Kiessen in Leuben gibt, hat der Anglerverband dort die Fischereirechte gepachtet", betonte Bernd Mikulin, Vorsitzender des Deutschen und des Dresdner Anglerverbandes. Damit einhergehend habe sich der Verband stets um die Kiesgruben gekümmert, dort Fische angesiedelt und das Areal regelmäßig gesäubert. Der aktuelle Pachtvertrag der Angler läuft noch bis Ende 2004. "Wir protestieren dagegen, dass nun über die Köpfe von 4000 Dresdner Anglern hinweg vollendete Tatsachen geschaffen werden."
Die Rede ist von einem Stadtratsbeschluss vom März dieses Jahres, der grünes Licht für den Bau einer Wasserski-Anlage in der vorderen, an die Pirnaer Landstraße angrenzenden Kiesgrube gegeben hätte. Der 29-jährige Investor Riedel will rund 80% der Wasserfläche für sein Freizeitangebot nutzen: Er beabsichtigt, fünf 13 Meter hohe Masten zu bauen, über die ein 850 Meter langes Führungsseil läuft. Gezogen von Elektromotoren sollen damit Wasserski-Freunde im Kreis gezogen werden. Proteste dagegen gab es bereits von Badefreunden, für die nur ein schmaler Strand übrig bleiben würde.
Die Erbengemeinschaft Findeisen, der die vordere Kiesgrube gehört, begrüßt hingegen diese Pläne Riedels. Als künftiger Pächter werde dieser endlich für Ordnung und Sauberkeit sorgen, betonte Heiko Trache für die Erbengemeinschaft. Die illegalen Bader sowie parkenden Laster hätten das Areal in der Vergangenheit mit ihrem Müll derart verschmutzt, dass sich das Ordnungsamt regelmäßig bei der Erbengemeinschaft beschwert habe. "Und eine Nutzung als Freizeitpark habe uns schon immer vorgeschwebt", erklärte Trache.
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