Juli 2004 (DNN)
Der südliche Kiessee in Leuben ist Privatgelände einer Reihe von Besitzern. Obschon dort mit Schildern darauf hingewiesen wird, dass Baden verboten ist, tummeln aich immer wieder Dresdner in dem Gewässer hinterlassen jede Menge Müll, sind im Kiessee schon zahlreiche illegale Schwimmer ertrunken. Das Betreiben einer Wasserskianlage in diesem Bereich könnte für Ordnung und Sicherheit sorrgen wertet das Landschaftsschutzgebiet insge-samt auf, sofer die Anlage nur saisonal genutzt werde. Diese Meinung vertritt Holm Felber, Sprecher des Regierungspräsidiums (RP).
Der Standpunkt der Aufsichtsbehörde bedeutet zugleich neue Hoffnung für den Dresdner Investor Martin Riedel und sein Wasserski-Projekt. Seit drei jahren kämpft Riedel um Geneh-migungen wie gegen Windmühlenflügel, hat seit einem Jahr sogar das Votum des Stadtrates auf seiner Seite, scheiterte dennoch immer wieder an den Ämtern der Stadtverwaltung. Zuletzt hieß es, der südliche und der nördliche Kiessee müssten aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgegliedert werden. Dem hat jetz die Abteilung Umwelt im RP in einem klärenden Gespräch mit der Stadt widersprochen. Die Ämter der Stadt müssten sich untereinander einig werden und nicht im Zweifelsfalle die Aufsichtsbehörde als Schlichter anrufen, hieß es inoffiziell ein wenig verschnupft aus dem RP. Solange es auf dem Kiessee keine Dauerhafte, sondern nur ein saisonale Nutzung gebe, sei keine Ausgliederung nötig, betonte RP-Sprecher Felber.
Damit sei der Weg frei für eine Befreiung, freute sich Wirt-schaftsbürgermeister bürgermeister Dirk Hilbert (FDP), der zugab, dass es hausintern gelegentlich nicht mit der Abstimmung klappe. Denooch wollte er sich am Freitag nicht zu einer Prognose hinreißen lassen, wann Riedel denn jetz endlich seine Anlage aufbauen könne. Das Thema sei delikat. Jetzt müsse sauber gearbeitet werden. Auch Riedel müsse noch Zuarbeit leisten.
Riedel selbst hat als Chef der Planungsfirma "Wake Up Concept" bereits 30 000 Euro in die Planung gesteckt. Er will die Anlage künftig von April bis Oktober betreiben, müsse dafür 250 000 Euro investieren ohne zu wissen, ob sich das Engagement rentiere. Viel Lob hat der leidgeprüfte Jung-Investor indes für Wirtschafts-bürgermeister Hilbert parat, der sich um den Termin beim RP bemüht und das klärende Gespräch herbeigeführt hatte.
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