Juli 2001 (DNN)
Stadt lehnt Idee zu Leubener Kiesgrube ab/ Zuständigkeit für Sandstrand ungeklärt
Seit ein paar Wochen hat der Leubener Kiessee einen neuen Sandbadestrand. Seit die Sächsische Baustoffunion dort keinen Kies mehr abbaut, gestaltete das Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Viterra Baupartner AG den Uferbereich des südlichen der beiden Kiessen. Um ein gefahrloses Baden zu ermöglichen, ließ Viterra die Uferböschung abflachen und kaufte von der Kirch-gemeinde Laubegast einen drei Meter breiten Grundstücksstreifen, um den Badestrand zu verbreitern.
Viterra begann 1999 mit der Errichtung eines Eigenheimprojektes in unmittelbarer Nähe des Sees. Mit Herrichten des Uferbereichs als Badestrand kam das Unternehmen seinen Verpflichtungen zu Ausgleichsmaßnahmen bei der Rekultivierung und Bebauung des Neubaugebietes nach. Während der nördliche See als Biotop dem Natur- und Lanschaftsschutz dient, war der südlich gelegene See bereits in der Vergangenheit als Bad beliebt. Für Sicherheit und Sauberkeit am neuen Badestrand, für den kein Eintritt erworben wird, sein nach Angaben von Viterra die Stadt zuständig. Schon lange ist die südliche Leubener Kiesgrube auf dem Papier als Badesee konzipiert. Der Zuständige Bebauungsplan setzt östlich der bestehenden Wasserfläche eine offene Badestelle fest. Durch die Gestaltungsmaßnahmen der Viterra sind, so Annegret Wassmann vom Stadtplanungsamt, "grundsätzliche Vorraus-setzungen für die Anlage der offenen Badestell durch die Stadt geschaffen worden". Diese wären dann noch für die Einrichtung eines Telefonanschlusses, das Aufstellen von Abfallbehältern und Toiletteneinrichtungen sowie die Realisierung eines Wasser- und Stromanschlusses verantwortlich. Dazu müsste das Grundstück allerdings erst der Stadt gehören, da ein Privateigentümer laut Gesetz nicht befugt ist, eine offene Badestelle zu betreiben.
Die Zuständigkeit für die Fläche liegt derzeit beim Sportamt. Da sich die einzelnen Grundstücke im Privatbesitz verschiedener Eigentümer befinden, sind laut Wissmann in der nächsten Zeit "umfangreiche und schwierige Verhandlungen zu erwarten." Die Stadt sei aber bemüht das Gebiet zur Sport- und Freizeitnutzung zu aktivieren, so Wissmann weiter. Sportsamtsleiter Harald Clausnitzer konnte allerdings keinerlei Aussagen zur Zukunft des Leubener Kiessees machen. Um den Baggersee zur Freizeitoase umzugestalten, plant der dresdner Existenzgründer Martin Riedel auf dem Gelände des südlichen Kiessees eine Wasserskianlage. Leubens Ortsamtsleiter Joachim Liebers begrüßt dies sehr. Mit den Eigentümern habe Riedel schon gesprochen.Im Bebauungsplan ist eine derartige Anlage am Kiessee allerdings nicht vorgesehen. Deshalb habe die Stadt seinen Antrag auch abgelehnt. äußert sich Riedel enttäuscht. Blästigungen für die Anwohner würden für die Anwohner nicht entstehen, macht er sich für sein Projekt stark. Mit einem Lift würden die Wasserskiläufer durch ein umlaufendes Seil über das Wasser gezogen. Das rund eine Million Mark teure Projekt sei nahezu lautlos. Auch das gefährliche Baden im gesperrten Bereich würde damit wegfallen, so Riedel.
Trotz bisher ablehnender Äußerungen der Stadt will Riedel weiterhin für seine Freizeitanlage kämpfen.
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