Mai 2002 (DNN)
Kleingärtner an Kiesgrube Leuben fürchten um Ruhe
Ein hoher Zaun mit Metalldraht umschließt die Anlage des Kleingartenvereins (KGV) Kiesgrube Dobritz e.V. "Den haben wir im letzten Jahr angelegt", erzählt eine Pächterin. Der Grund: Immer wieder würden Leute in die Kleingärten einbrechen, um sich Brennholz für ein Lagerfeuer an der Kiesgrube Leuben zu besorgen.
Neuen Ärger sehen die Anlieger des Baggersees mit der geplanten Wasserski-Anlage (DNN berichteten) auf sich zu kommen. Vor allem Lärmbelästigungen durch Musikbeschallung und Wasserbewegung befürchten der Vorsitzende Hans Förster und seine Hobbygärtner. Dazu käme eine Sichtbehinderung für diejenigen, vor deren Garten zwei geplante Masten aufgestellt würden. Förster hat sich vor zwei Tagen an den Petitonsaus-schuss des Stadtrates gewandt und klargestellt, dass die 69 Mitglieder den Bau der Wasserskianlage entschieden ablehnen.
Gelassener sieht der Vorsitzende des benachbarten KGV Salz-burger Straße, Wolfgang Herrmann das Projekt des Investors Martin Riedel. Er hofft, dass durch einen geordneten Freizeit-betrieb, gegen den auch Förster keine Einwände hat, Diebstähle und Vandalismus, die auch seine Sparte treffen, eingedämmt würden. Lärm befürchtet er nicht, zumal Riedel keine Motorboote einsetzen will. In Gesprächen mit den Pächtern der 269 Gärten konnten Ängste weitgehend aus-geräumt werden, wie Herrman versichert.
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