März 2002 (DNN)
Investor will in südlicher Kiesgrube Sportattraktion bauen Auf Antrag der CDU hat sich der Stadtrat mehrheitlich für den Bau einer Wasserskianlage in der Kiesgrube Leuben ausgesprochen. Das Parlament beauftragte den Oberbürgermeister, das Projekt zu befördern und die rechtlichen Vorraussetzungen zu schaffen. Ein PDS-Antrag, andere Standorte zu untersuchen, scheiterte an den Stimmen des bürgerlichen Lagers.
Der 29-jährige Investor Martin Riedel will an dem bisher zum Nacktbaden genutzten südlichen Kiessee eine Anlage errichten, die mittel Elektromotoren bis zu acht Wassersski-Läufer gleich-zeitig an einem Seil über das Gewässer zieht. Dafür will er fünf 13 Meter hohe Masten bauen, die ein 850 Meter langes Führungsseil verbindet. Riedel schätz, so bis zu 360 Sportler pro Stunde im Kreis ziehen zu können und erwartet Gäste aus ganz Ostsachsen. Für Badefreunde sind am südöstlichen Ufer 20% der Wasserfläche reserviert. Zum Schwimmen bleiben bei Maximal-Wasserstand 12% der Seefläche.
Der Baggersee entstand ursprünglich durch Kiesabbau und lockt seit Jahrzehnten besonders Freunde der Freikörperkultur (FKK) an. Nach der Wende enstanden Pläne für Wohnungsbau und einem Ausbau zum Naherholungsgebiet, die nur teilweise umgesetzt wurden. 2001 scheiterte Riedel mit seinem Wasserski-projekt zunächst am Widerspruch der Stadt. Er wandte sich dann an die CDU-Fraktion, die das Vorhaben am Donnerstag dem Stadtrat vorlegte.
Stadtrat Steffen Kaden (CDU) verwies auf die Attraktion, die Dresden mit der Wasserskianlage erhalte, auch seien keine Lärm- oder Abgasbelästigungen zu erwarten. Die PDS sprach sich prinzipiell für das Projekt aus, kritisierte aber die Einschränkungen für Badefreunde. Die bündnisgrüne Frakion meinte, hier werde eine große Fläche für das Vergnügen Weniger verbraucht. Letztlich votierte der Stadtrat mit vier Gegenstimmen und 16 Enthaltungen aus dem Oppositionslager für die Anlage.
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