Oktober 2001 (Leubener Zeitung)
Am südlichen Leubener Kiessee soll eine Wasserski-Anlage gebaut
werden - wenn der Stadtrat grünes Licht gibt
Auf 100 Metern ist im Flachwassers des Leubener Kiessees in- zwischen Baden erlaubt. Auf dem restlichen Areal würde Martin Riedel eine Wasserskianlage installieren, ähnlich einem Ski-Lift. Der Sportmarketing-Experte und gelernte Elektronikfacharbeiter will dafür 600 000 mark investieren. Das Einverständnis der Grundeigentümer zur Pacht liegt vor, was fehlt, ist grünes Licht aus dem Stadtrat. Auch das Stadtplanungsamt wollte bisher nicht ran, da für das Gebiet dort seiner Meinung nach eine andere Nutzung geplant war.
Bis zur ersten Augustsitzung nach der Sommerpause will Martin Riedel nun eine Fraktion im Stadtrat für die Anlage begeistert haben, und wie es scheint, rennt er da offene Türen ein. nach seinen Vorstellungen könnten die ersten Runden im nächsten Sommer schon gedreht werden. "Wasserski wird sogar von Sportärzten empfohlen", so Riedel, "weil die Muskulatur des ganzen Körpers beansprucht wird und die Verletzungsgefahr viel niedriger ist als beispielsweise bei Skaten oder Skifahren in den Bergen".
Der Sportinvestor hat ehrgeitzige Pläne. "ich könnte mir eine kleine Gastronomie dazu vorstellen, Volleyballfelde und ein Trampolin. DDer noch zu gründende Wasserskiverein könnte sich auch um Sauberkeit auf dem Platz kümmern und außerdem ist es eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für wenig Geld." Seine Kalkulation liegt bei etwa 20 Mark pro Stunde. Doch darüber zu reden, ist wirklich noch viel zu früh.
In Deutschland gibt es etwa 40 solcher Anlagen, meist allerdings weit außerhalb der Stadtmauern. In Leuben gibt es gute Verkehrs-anbindungen, und Dresden hätte eine Attraktion mehr. Die Idee für Wasserski in Leuben hatte Martin Riedel schon drei jahre mit sich herumgetragen und noch immer nicht aufgegeben. Sie dürfte also gereift sein.
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