Mai 2002 (Sächsische Zeitung)
Plan für eine Wasserskianlage in der Leubener Kiesgrube braucht noch Zeit.
Martin Riedel weiß, was ers will: eine Wasserskianlage bauen, in der Leubener Kiesgrube. Baden soll man dort können und angeln ebenfalls. Diese Idee versucht er nun schon seit zwei Jahren umzusetzen. Den Ortsbeirat hat er auf seiner Seite, die Erben-gemeinschaft, der der größte Teil der Wasserfläche gehört, auch.
"Eigentlich wollte ich das ganze bis zu meinem 30. Geburtstag verwirklicht haben", sagt Riedel, "aber der war anfang Mai." Die Bauzeit der Anlage selbst sieht er nicht als Problem: "Die kann man in drei bis vier Wochen hinstellen." Aber die Behördengänge, die Öffentlichkeitsarbeit! Das Hauptproblem aus Riedels Sicht: "Die Stadt muss endlich Stellung beziehen!" Baubürgermeister Herbert Feßenmayr (CDU) hatte am Mittwoch einen Ortstermin. Gemeinsam mit Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilber (FDP), Ortsamtsleiter Joachim Liebers und Vertretern von Planungs- und Umweltamt besichtigte er das Gelände um den Kiessee. "Die Stadt sieht keine großen Probleme", sagt Feßenmayr, "aber der Antragsteller sollte die Machbarkeit des Ganzen nachweisen. Er muss noch nach-arbeiten."
Mit Machbarkeit meint Feßenmayr konkrete Baupläne, genaue Zufahrten und Wege zum See, Vorschläge für Autostellplätze, Einigkeit der Grundstückseigentümer. "Wir wollen Herrn Riedel gern helfen, aber wir können ihm nicht die Ver-antwortung abnehmen."
Feßenmayrs Aussagen verwundern Martin Riedel: "Seit Wochen telefoniere ich den Ämtern hinterher, welche Punkte ich konkreter vorlegen soll. Und von keinem erhalte ich eine genaue Auskunft!" Vor einem halben Jahr habe er einen wasserrechtlichen Antrag stellen sollen, ein paar Wochen später einen Bebauungsantrag. Die gewünschten Angaben könne er in drei Tagen bringen.
Aber Riedle ist schon froh, endlich einen Termin zu haben: Nächste Woche trifft er sich mit Dirk Hilbert, und auch Herbert Feßenmayr will eine Frist setzen, "damit mal was draus wird." Immerhin liegt schon längst ein Stadtratsbeschluss vor, nach dem an der Kiesgrube eine Badestelle errichtet werden soll. Bis dahin ignorieren die Badelustigen weiter die Verbotsschilder am Ufer. "Wer haftet bei Badeunfällen? Und wer räumt den Müll weg", fragt Riedel, der all diese Problem mit dem Bau seiner Anlage klären will.
voriger Artikel: Wasserski-Anlage: Es gibt viele Gründe gegen den Bau