Juni 2004 (DNN)
Die Saison der Wasserskianlage, die auf dem südlichen Kiessee Leuben entstehen soll, ist gelaufen, noch bevor sie begonnen hat. Das sagte am Freitag Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) gegenüber DNN. Hintergrund sind Auflagen des Regierungspräsidiums (RP). Die Stadt hatte einen Auftrag auf Befreiung aus dem Landschaftsschutzgebiet gestellt. Das sei nicht genug, befand eine RP-Sprecherin. Die Stadt müsse eine Ausgliederung beantragen. Das jedoch bedeute eine Verzögerung von zehn Wochen, erklärte Hilbert. Damit sei dieser Sommer für die ambitionierten Wassersportler gelaufen.
Die Stadt habe bewusst mit dem Antrag auf Befreiung ein wenig gepokert, gibt Hilbert zu. Denn diese Verfahren sei schneller. Doch die Genehmigungs-behörde ist anderer Meinung als die Stadt. Das RP will dass Stadt und Investor Martin Riedel auch den nördlichen Kiessee mit in die Planungen aufnehmen und für Ausgleichspflanzungen sorgen. Eine saubere Abgrenzung zwischen südlichem und nördlichem Kiessee, wie es die Stadt vorsieht, ist laut RP nicht möglich.
Damit geht die dreieinhalbjährige Odyssee des Dresdners Riedel in eine neue Runde. Der Chef der Planungsfirma "Wake Up Concept" will etwa 250 000 Euro in die Anlage und die Gastronomie investieren, hat bereits 30 000 Euro in die Planung gesteckt. Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung vor eineinhalb Jahren, dem Investor zu helfen.
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