Februar 2005 (DNN)
Investor Martin Riedel will nach vierjähriger Genehmigungsodyssee auf dem Kiessee durchstarten
Vier Jahre schon dauert die Odyssee des jetzt 32-jährigen Martin Riedel durch das Dickicht von Paragraphen im Verwaltungs- dschungel sowie von Ansprüchen des Umwelt- und Flutschutzes. Doch im Frühjahr soll es endlich soweit sein. In Dresden wird auf dem südlichen Kiessee in Leuben über eine 800 Meter lange Rundstrecke Wasserski gefahren. Glaubt Wirtschaftsbürger- meister Dirk Hilbert (FDP).
Im Ortsbeirat Leuben hat die Stadtverwaltung gestern den Stand der Dinge vorgestellt. "Wir liegen im Plan", sagt Hilbert. Im Moment beschäftige sich das Stadtplanungsamt mit dem Bau der mobilen Wasserskianlage, die den Existenzgründer Martin Riedel über 300 000 Euro kostet.
Es entstehe die Vorlage für den vorhaben-bezogenen Bebauungsplan. "Beim Staatlichen Umweltfachamt, dem Umweltamt und dem Regierungspräsidium ist die Sache durch", freut sich Hilbert. Die Terminkette laut Hilbert:Anfang Februar soll die endgültige Vorlage in die Ausschüsse, dann in den Stadtrat.
"Mit Saisonbeginn ist die Anlage startklar", verbreitet Hilbert Optimismus. Doch warum hat dieses Verfahren so lang gedauert? Fakt sei, dass die Bearbeitungszeiten in seinem Bereich vor allem im Umweltamt minimal gewesen seien, sagt der Wirtschaftsbürgermeister. "Das Umweltamt ist jedenfalls nicht der Schuldige für die Länge des Verfahrens", nimmt Hilbert seine Leute in Schutz. Fakt sei zudem, dass die Flut dem Inverstor ins Kontor gefahren sei. Die neuen Regeln zur Hochwassersvorsorge im Überschwem- mungsgebiet haben dem Bau zugesetzt. Fakt sei auch, dass der Investor mit seinen Planungen nicht besonders gut beraten war. "Wir haben manchmal Monate auf fällige Zuarbeiten gewartet", klagt Hilbert. Das sieht Martin Riedel ganz anders. Durch ständige Nachforderungen und schlechte Informations- politik vor allem von Seiten der Umweltschützer in der Stadt habe er immer wieder nacharbeiten müssen. Doch er wolle nicht nach-karten. Er hoffe auf eine baldige Baugenehmigung. Wenn es gut läuft, könne es tatsächlich im Mai oder Juni losgehen. Doch das habe er zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr auch gedacht.
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